Faschingsbeerdigung am Aschermittwoch

Wir trauern um einen treuen Freund und Wegbegleiter

Aschermittwoch ist kein Tag wie jeder andere. Es ist der Moment, in dem es plötzlich stiller wird. Keine Fanfaren, kein Tusch, kein „Nur noch ein Lied“. Und genau deshalb haben wir es getan, wie wir es immer tun sollten, wenn etwas wirklich schön war.

Wir trauern um einen treuen Freund und Wegbegleiter: den Fasching.

Er war wieder da, wie jedes Jahr. Laut, bunt, manchmal frech, oft anstrengend und am Ende schmerzlich vermisst. Und dann kam dieser eine Abend, an dem man merkt: Jetzt ist Schluss. Nicht, weil wir müssen. Sondern weil es dazugehört.

Ein Abschied, der ihm gerecht wurde

Unsere Faschingsbeerdigung am Aschermittwoch war kein trauriges Runterziehen und keine Klamauknummer. Es war beides, in der richtigen Mischung, wehmütig genug, um es ernst zu nehmen, und witzig genug, um ihm gerecht zu werden.

Da waren diese kleinen Momente, die mehr sagen als große Reden. Blicke, Grinsen, kurze Stille. Und dann wieder Lachen. Dieses Lachen, das nicht respektlos ist, sondern dankbar.

Was wir verabschiedet haben

Wir haben nicht nur die Kampagne beendet. Wir haben ein Stück Ausnahmezustand zu Grabe getragen. Probenabende, die länger wurden als geplant. Auftritte, bei denen alles gepasst hat. Pannen, die im Nachhinein die besten Geschichten sind. Und dieses Gefühl, dass man für ein paar Wochen in einer eigenen Welt lebt.

Und ja – Irgendwo steckt immer noch Konfetti. Das ist keine Unordnung. Das ist Erinnerung.

Danke, alter Freund

Am Ende blieb genau das übrig, was bleiben soll: Dankbarkeit. Für alle, die dabei waren. Für alle, die getragen haben, organisiert, geschminkt, aufgebaut, gefahren, begleitet, improvisiert und bis zum Schluss durchgezogen haben.

Der Fasching ist weg. Aber das, was er auslöst, bleibt.

Ausblick: Er kommt wieder

Wir kennen ihn gut. Er macht das jedes Jahr so. Er geht, lässt uns kurz glauben, jetzt wäre endgültig Ruhe, und irgendwann steht er wieder vor der Tür. Mit diesem Blick, der sagt: „Na, habt ihr mich vermisst?“

Und wir sagen: „Nein.“
Und meinen: „Extrem.“

Ruhe sanft, Fasching. Bis bald.

 

 

 

Peter Berner